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Der Kunde

Der Kunde ist König. Aber Sie fragen, wo denn der Kunde heute noch ein König ist? Nun gut, das ist eine beinahe philosophische Aussage, die in der Realität daran scheitert, dass es zu wenig Wettbewerb um den Kunden gibt.

Immerhin haben wir Kunden das Internet als Informations- und Austauschmedium für uns entdeckt. Damit ist in der Wirtschaft eine neue Situation entstanden. Denn die Welt teilt sich nun auf in

  • die lokalen Anbieter und
  • jene Unternehmen, die über das Internet verkaufen.

Dementsprechend unterscheiden sich die Kunden danach, ob sie einen Zugang zum Internet haben oder nicht. Das führt in der Konsequenz dazu, dass informierte Kunden immer weniger vor Ort kaufen. Das Internet ist folglich für die lokalen Anbieter ungünstig.

Zum Seitenanfang Das Märchen vom Wettbewerb um den Kunden

Wettbewerb

Eigentlich ist es logisch, dass in der Folge ein Wettbewerb der Firmen vor Ort mit der Konkurrenz aus dem Internet entsteht. Aber dieser Wettbewerb findet nicht statt. Vor Ort scheint man sich auf das Geschäft mit dem Kunden zu beschränken, den man einen Internetverweigerer nennt. Oder haben die lokalen Anbieter bereits kampflos vor der Konkurrenz aus dem weltumspannenden Netz kapituliert?

Fest steht doch: Wer den Erfolg sucht, muss sich dem Wettbewerb um den Kunden stellen!

Zum Seitenanfang Die Krise dreht sich um einen Wendepunkt - folglich bietet die Krise auch Chancen!

Chance

Die lokalen Anbieter und deren potentielle Kunden sehen gleichermaßen ein Licht am Ende des Tunnels. Denn aus der so genannten Bankenkrise entsteht eine besondere Chance zur Profilierung. Firmen erhalten die Gelegenheit, sich vor allem gegenüber Mitbewerbern aus dem World Wide Web deutlich abzugrenzen. Die Unterscheidbarkeit wiederum erleichtert dem Kunden die Orientierung. Denn die Anbieter aus dem Internet brauchen immer die Banken bzw. eine Bezahlorganisation wie PayPal oder andere. Orientierung ist die Folge von Erfahrungen. Auf der Basis der aktuellen Erfahrungen hat sich die Orientierung der Kunden verändert:

  • Die Politik ist nicht imstande, die Banken zu regulieren.
  • Also müssen wir unsere Bankgeschäfte reduzieren.

Der wesentliche Punkt ist, dass wir Eigenverantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung übernehmen müssen, denn:

  • Nicht nur die Zukunft unserer Kinder und Enkel, ist durch hohe Schulden gefährdet, die Politik und Banken im gegenseitigen Einverständnis verursacht haben. So hat zum Beispiel Peer Steinbrück (SPD) als Finanzminister das Gesetz zu verantworten, das die Banken davon entbindet, für Kredite an Staaten entsprechende Sicherheiten hinterlegen zu müssen. Das war der Beitrag der deutschen Politik zu unserer aktuellen und nicht enden wollenden Finanzkrise.
  • Auch unsere eigene Zukunft ist gefährdet, da beispielsweise über die Beteiligungen der Riester-Renten sowie der privaten Zusatzversicherungen der Pflegeversicherung unter anderem an Staatsanleihen die erhofften Gewinne der Anbieter dieser Versicherungen dramatisch einbrechen werden! 2012 besitzt die Allianz-Versicherung laut Bayerischem Rundfunk noch italienische Staatsanleihen im Wert von 26 Milliarden Euro (Quelle: Rundschau 23.02.2012, siehe Mediathek des Bayerischen Rundfunks). Banken haben die politisch Verantwortlichen aktiv unterstützt, immer mehr Schulden anzuhäufen, und gleichzeitig bei diesem Geschäft glänzend verdient.
  • Wissen Sie eigentlich, warum die als Riester-Rente bekannt gewordene Zusatzrente eingeführt worden ist? Der Grund ist, dass die Versicherungen immer weniger Lebensversicherungen verkaufen konnten. Also hat die Politik mit entsprechenden Gesetzen der Versicherungswirtschaft geholfen. Dabei hat man das drohende Gespenst vom Demografischen Wandel als politisches Argument entdeckt. Ist Ihnen bekannt, dass die sinkende Geburtenrate durch den steigenden Wohlstand ausgeglichen wird, und dass gar keine privaten Zusatzversicherungen notwendig gewesen wären? (Quelle: Das Riester Dilemma - Portrait einer Jahrhundertreform; sehenswerte da äußerst informative Sendung der ARD vom 09.01.2012)
Zum Seitenanfang Endlich eine Handlungsalternative!

bankenlos zahlen

Auf der Suche nach Alternativen beobachten wir passiv im Fernsehen die neuen Bewegungen wie zum Beispiel Occupy Wall Street. Aber was können wir aktiv tun? Wir können zum Beispiel ab sofort ganz bewusst bankenlos anstelle bargeldlos einkaufen!

Auch Geld will geachtet werden. Schließlich wurde das Geld von Ihnen zuerst erwirtschaftet, bevor Sie es ausgeben können. Das Zahlen mittels Karte am Kartenlesegerät führt uns in die Versuchung, Geld zu missachten. Geld ist nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern Teil der Kultur des Bezahlens und somit Teil des Austauschs von Leistung und Gegenleistung.

Wenn Sie in einem Lokal gut gegessen haben und zuvorkommend bedient worden sind, dann bedanken Sie sich für den guten Service mittels eines Trinkgelds. Durch solche Gesten der Freundlichkeit wird der reine Bezahlvorgang emotional aufgewertet. Bei einer Kartenzahlung am Kartenlesegerät entfällt diese zwischenmenschliche Schnittstelle. Aber nur im direkten Kontakt können wir mit unserem Gegenüber jene Emotionen austauschen, die der Mehrwert unseres Lebens sind!

Zum Seitenanfang Gehen Sie direkt zum Ziel!

Handeln Sie!

Natürlich ist es unrealistisch, das Rad der Zeit zurückdrehen zu wollen. Das muss auch gar nicht sein. Es reicht schon, wenn wir die Gelegenheit nutzen, um uns der Tatsache bewusst zu werden, in wie vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Banken unvermeidbar zu sein scheinen. Die folgenden Fragen suchen nach Antworten:

  • Was ist ist so schlimm am Bargeld, dass wir gehorsam dem Diktat folgen, selbst im Supermarkt und an der Tankstelle bargeldlos zahlen zu müssen?
  • Sind Sie sich dessen bewusst, was dabei verloren geht, wenn wir beim Zahlen mit der Karte den Menschen hinter dem Kartenlesegerät gar nicht mehr wahrnehmen?

Es lohnt sich daher, die folgenden Punkte zumindest zu überdenken:

  • Brauchen Sie wirklich eine Kreditkarte? Oder könnten Sie den Umfang Ihrer Bankgeschäfte reduzieren?
  • Geld ist ein haptisches Erlebnis. Ein gefüllter Geldbeutel bereitet Ihnen ein gutes Gefühl. Beim Bezahlen zählen Sie jeden Geldschein genüsslich und daher einzeln auf den Tisch. Ihr Gegenüber wird sich für die Bezahlung bedanken. Und ebenso werden Sie sich bei der Gelegenheit für die zuvor erhaltene Leistung bedanken. Seien Sie ehrlich: Haben Sie beim Bezahlen mit der Karte schon jemals ein Danke gesagt oder gehört?
  • Marken leben von der Unterscheidbarkeit. Diese gewinnt man durch eine entsprechende Positionierung. Gerade die lokalen Firmen können das Bezahlen nutzen, um sich gegenüber den Mitbewerbern aus dem Internet eindeutig unterscheidbar aufzustellen, wenn Sie die Kunden dazu einladen, bankenlos anstelle bargeldlos zu zahlen!
  • Um die Tragweite der Finanzgeschäfte der global agierenden Banken zu verstehen, empfehle ich Ihnen das Buch Bankster, der Roman zur Finanzkrise, der 2009 den isländischen Literaturpreis bekommen hat. Bestellen Sie dieses Buch am besten bei Ihrem sympathischen Buchhändler!

Mit Regionalgeld kann man nicht global spekulieren

Aber wie kann über das bankenlose Zahlen hinaus eine nachhaltig positive Änderung eingeleitet werden? Die bekannte deutsche Geldexpertin Prof. Dr. Margrit Kennedy zeigt in ihrem Buch Occupy Money (2011) verschiedene Möglichkeiten auf. Sie schreibt von bereits erprobten Geldentwürfen wie zum Beispiel dem Regionalgeld, das der Förderung und Stabilisierung der regionalen Wirtschaft dient, und sie unterbreitet Vorschläge für neue Geldentwürfe (PDF). Auch in Deutschland gibt es bereits eine ganze Reihe kreativer Initiativen zur Organisation einer Komplementärwährung. Als Lösung zur Rechtslage für das Regiogeld findet man bei Wikipedia den Vorschlag zur Gründung eines entsprechenden Vereins, der nämlich die Ausgabe des Regiogeldes auf eine privatrechtliche Basis stellt. Falls Sie übrigens nur wenig Zeit zum Lesen haben, finden Sie Vorträge von Margrit Kennedy bei www.auditorium-netzwerk.de sowie kostenlos bei YouTube.

Durchhalteparolen folgen oder neue Wege wagen?

Gute Vorbilder leben das, wovon sie reden. Damit werden sie zum Leuchtturm und bieten eine Orientierung bei der Suche nach Antworten auf die Frage, in welche Richtung eine sinnvolle Entwicklung gehen sollte. Götz W. Werner ist so ein interessanter Impulsgeber. Seine Initiativen sind vielfältig und beispielsweise im Rahmen der dm-Drogerie sehr erfolgreich. Daher ist es besonders informativ, wenn sich Götz Werner zum Bedingungslosen Grundeinkommen äußert. Sie finden das Interview zu diesem Thema in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks, wenn Sie dort unter BR-alpha das alpha-Forum auswählen und als Datum den 4. April 2012 suchen.

Die Zeit ist reif für einen umfassenden Dialog

Die Welt ist in Veränderung. Europa und Deutschland befinden sich im intensiven Prozess der Selbstfindung hinsichtlich ihrer neuen Rolle in der Welt. Die Politiker beginnen zu begreifen, dass sie die Bürger auf diesem Weg mitnehmen und beteiligen sollten. Daher lädt uns 2012 die Bundeskanzlerin zum Zukunftsdialog ein. Informieren Sie sich und bereichern Sie mit Ihren Vorschlägen und Ideen konstruktiv den Austausch mit unseren Volksvertretern. Sie könnten zum Beispiel die Regierungspolitiker fragen, wie diese mit den Gesundheitsrisiken durch die Energiesparlampen umzugehen gedenken, die im Zusammenhang mit dem Verbot der Glühlampen stehen. Wussten Sie, dass es nicht nur für den Atommüll sondern auch für quecksilberhaltige Energiesparlampen 2012 noch kein Endlager gibt? Der Film Bulb Fiction leistet diesbezüglich nicht nur eine höchst wertvolle Aufklärungsarbeit sondern sensibilisiert für das Thema Quecksilber, das uns auf überraschend vielen Wegen begegnet. Bei Zahnfüllungen ist es Bestandteil von Amalgam. Und auch wenn es wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen ist, gibt es starke Hinweise, dass Quecksilber als Bestandteil von Impfungen bei Neugeborenen in USA der Grund für eine steigende Zahl an autistischen Kindern war. Quecksilber könnte über die Impfung in westlichen Industrienationen die Ursache dafür sein, warum es eben vor allem in den reichen Ländern auf einmal so viele Kinder mit Störungen der Aufmerksamkeit sowie der Hyperaktivität gibt, die als Gegenmittel Ritalin bekommen. Ritalin ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau, da es nicht nur Kranken hilft, sondern bereits ein Vorbote in Richtung des so genannten Gehirn-Dopings ist, von dem Sie möglicherweise schon unter dem englischen Begriff Neuro-Enhancement gehört oder gelesen haben.

Veränderung beginnt in unseren Köpfen

Der letzte Abschnitt begann mit dem Satz: Die Welt ist in Veränderung. Für diese Welt haben wir die Verantwortung. Und daher verlangt sie von uns, dass wir uns positionieren, um sie wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen, indem wir die Veränderung gemeinsam gestalten.

Sie fragen, wie wir die Welt verändern können? Zum Beispiel indem wir anfangen zu verzichten, damit andere wieder menschenwürdig leben können. Doch wie kann das gelingen? Deutschland ist aktuell der weltweit viertgrößte Fleischproduzent. Qualitätserzeugnisse Made in Germany sind überall gefragt. Doch die Produktion der Massentierhaltung gelingt nur mit Hilfe von Soja. Der Anbau des gen-manipulierten Soja auf Flächen von der Größe der EU zerstört gerade Länder wie Paraguay. Die Einheimischen kämpfen um ihr Überleben gegen die Großgrundbesitzer. Davon berichtet der Film Raising Resistance des Regisseurs Oliver Stoltz, der Ihnen möglicherweise schon mit dem Film Lost Children über Kindersoldaten aufgefallen ist. Die aufschlussreiche Filmkritik des Spiegels informiert Sie über die Inhalte und Hintergründe des Dokumentarfilms. Auf der Homepage zu dem Film Raising Resistance finden Sie einen Spendenaufruf zur Unterstützung der Landarbeiter in Paraguay mit einem Konto bei der GLS-Bank, deren stellvertretender Vorsitzender der bereits oben erwähnte Götz W. Werner ist. Doch besser als eine Spende ist es, sich der eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden, um diese zu Gunsten harmonischer Lebensbedingungen verändern zu können. Die Globalisierung ist keine Einbahnstraße. An dem einen Ende des Verkaufsprozesses stehen wir in der Rolle als Verbraucher, die mit ihrer Kaufentscheidung sehr wohl Einfluss auf die Produktionsbedingungen nehmen können. Indem wir verzichten, treffen wir eine Nicht-Kauf-Entscheidung!

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