bankenlos zahlen

Der Kunde

Der Kunde ist König. Aber Sie fragen, wo denn der Kunde heute noch ein König ist? Nun gut, das ist eine beinahe philosophische Aussage, die in der Realität daran scheitert, dass es zu wenig Wettbewerb um den Kunden gibt.

Immerhin haben wir Kunden das Internet als Informations- und Austauschmedium für uns entdeckt. Damit ist in der Wirtschaft eine neue Situation entstanden. Denn die Welt teilt sich nun auf in

  • die lokalen Anbieter und
  • jene Unternehmen, die über das Internet verkaufen.

Dementsprechend unterscheiden sich die Kunden danach, ob sie einen Zugang zum Internet haben oder nicht. Das führt in der Konsequenz dazu, dass informierte Kunden immer weniger vor Ort kaufen. Das Internet ist folglich für die lokalen Anbieter ungünstig.

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Das Märchen vom Wettbewerb um den Kunden

Wettbewerb

Eigentlich ist es logisch, dass in der Folge ein Wettbewerb der Firmen vor Ort mit der Konkurrenz aus dem Internet entsteht. Aber dieser Wettbewerb findet nicht statt. Vor Ort scheint man sich auf das Geschäft mit dem Kunden zu beschränken, den man einen Internetverweigerer nennt. Oder haben die lokalen Anbieter bereits kampflos vor der Konkurrenz aus dem weltumspannenden Netz kapituliert?

Fest steht doch: Wer den Erfolg sucht, muss sich dem Wettbewerb um den Kunden stellen!

Ja, aber lohnt sich denn der Wettbewerb für die Dienstleister und den Einzelhandel in Deutschland überhaupt? Offensichtlich schon. Denn 2012 betrug der Umsatz des amerikanischen Online-Händlers Amazon 8,7 Milliarden US-Dollar! Dieses Geld fehlte den deutschen Marktteilnehmern am Jahresende in der Kasse. Dem Handel vor Ort bleibt nicht mehr viel Zeit, sich gegen den bereits stattfindenden Tsunami durch den explodierenen Online-Handel zu wehren.

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Die Krise dreht sich um einen Wendepunkt - folglich bietet die Krise auch Chancen!

Chance

Die lokalen Anbieter und deren potentielle Kunden sehen gleichermaßen ein Licht am Ende des Tunnels. Denn aus der so genannten Bankenkrise entsteht eine besondere Chance zur Profilierung. Firmen erhalten die Gelegenheit, sich vor allem gegenüber Mitbewerbern aus dem World Wide Web deutlich abzugrenzen. Die Unterscheidbarkeit wiederum erleichtert dem Kunden die Orientierung. Denn die Anbieter aus dem Internet brauchen immer die Banken bzw. eine Bezahlorganisation wie PayPal oder andere. Orientierung ist die Folge von Erfahrungen. Auf der Basis der aktuellen Erfahrungen hat sich die Orientierung der Kunden verändert:

  • Die Politik ist nicht imstande, die Banken zu regulieren.
  • Also müssen wir unsere Bankgeschäfte reduzieren.

Der wesentliche Punkt ist, dass wir Eigenverantwortung für die gesellschaftliche Entwicklung übernehmen müssen, denn:

  • Nicht nur die Zukunft unserer Kinder und Enkel, ist durch hohe Schulden gefährdet, die Politik und Banken im gegenseitigen Einverständnis verursacht haben. So hat zum Beispiel Peer Steinbrück (SPD) als Finanzminister das Gesetz zu verantworten, das die Banken davon entbindet, für Kredite an Staaten entsprechende Sicherheiten hinterlegen zu müssen. Das war der Beitrag der deutschen Politik zu unserer aktuellen und nicht enden wollenden Finanzkrise.
  • Auch unsere eigene Zukunft ist gefährdet, da beispielsweise über die Beteiligungen der Riester-Renten sowie der privaten Zusatzversicherungen der Pflegeversicherung unter anderem an Staatsanleihen die erhofften Gewinne der Anbieter dieser Versicherungen dramatisch einbrechen werden! 2012 besitzt die Allianz-Versicherung laut Bayerischem Rundfunk noch italienische Staatsanleihen im Wert von 26 Milliarden Euro (Quelle: Mediathek des Bayerischen Rundfunks 23.02.2012 - der Link zur Sendung ist natürlich inzwischen gelöscht. Rundfunk, Fernsehen und Presse haben bislang kein Interesse an der Einhaltung der im Internet üblichen Standards). Banken haben die politisch Verantwortlichen aktiv unterstützt, immer mehr Schulden anzuhäufen, und gleichzeitig bei diesem Geschäft glänzend verdient.
  • Wissen Sie eigentlich, warum die als Riester-Rente bekannt gewordene Zusatzrente eingeführt worden ist? Der Grund ist, dass die Versicherungen immer weniger Lebensversicherungen verkaufen konnten. Also hat die Politik mit entsprechenden Gesetzen der Versicherungswirtschaft geholfen. Dabei hat man das drohende Gespenst vom Demografischen Wandel als politisches Argument entdeckt. Ist Ihnen bekannt, dass die sinkende Geburtenrate durch den steigenden Wohlstand ausgeglichen wird, und dass gar keine privaten Zusatzversicherungen notwendig gewesen wären? (Quelle: Das Riester Dilemma - Portrait einer Jahrhundertreform; eine sehenswerte da äußerst informative Sendung der ARD vom 09.01.2012, die leider über die Mediathek der ARD inzwischen auch nicht mehr per Link erreichbar ist.)

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Endlich eine Handlungsalternative!

bankenlos zahlen

Die Zukunft gehört dem bargeldlosen Zahlungsverkehr! Glauben Sie das wirklich? Am 9. Mai 2013 erfuhren wir davon, dass Cyberräuber weltweit 34 Millionen Euro erbeutet haben. Selbstverständlich versichern die Vertreter der europäischen Banken, dass dies hier nicht geschehen könnte, da unsere Kreditkarten mit Chips ausgerüstet seien. Glauben Sie das wirklich?

Die USA kaufen bis heute, Ende 2013, für monatlich 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Wertpapiere. Darüber hinaus wurde geliehenes Geld durch die Niedrigzinspolitik billig – und das Ersparte aufgrund der höheren Inflationsrate immer weniger wert. Die Folge davon war ein schier unbegreiflicher Börsenboom mit neuen Höchstständen. Doch auch dieser Boom ist schon wieder eine Blase ohne festen Boden, denn er beruht auf geliehenem Geld sowie aufgrund der Geldflucht aus den politisch gewollt nicht mehr rentablen Anlageformen der Sparer.

Wie können wir das System verändern, um den Crash zu vermeiden? Eine Revolution ist möglich – muss aber keinen Umsturz bedeuten! Revolution ist eine Evolution und somit Entwicklung. Doch die explosive Dynamik des Internets lässt uns nicht die Zeit, die notwendigen Veränderungen über Generationen hinweg als eine kulturelle Entwicklung geschehen zu lassen. Wir dürfen die Lösung dieses Problems somit nicht an unsere Gene delegieren, sondern müssen unseren Geist über Meme aktivieren! Ein problemlösendes Mem ist zum Beispiel der Gedanke, seine Daten sicher zu machen, indem man sie dem System entzieht. Ferner kann man den Einfluss überflüssiger Dritter bei jeder Art von Geschäft verringern. Sie fragen sich: Wie kann das funktionieren? Ganz einfach: Zahlen Sie bankenlos anstelle bargeldlos! Werden Sie zu einem aktiven Teil dieser großartigen Geschichte und leiten Sie eine nachhaltige Veränderung vom Boden unserer Gesellschaft her ein, zu der weder unsere gewählten Volksvertreter noch das Management der Banken imstande sind. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Daten und Handlungen! Schützen Sie sich selbst - denn bankenlos zahlen ist der beste Datenschutz!

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Gehen Sie direkt zum Ziel!

Handeln Sie!

Neu denken

Natürlich ist es unrealistisch, das Rad der Zeit zurückdrehen zu wollen. Das muss auch gar nicht sein... Das habe ich Ende Juli 2012 geschrieben. Und nun gibt es Ende Oktober 2012 doch sensationell neue Nachrichten! Die schweizer Bank UBS beginnt eine Neustrukturierung, die vermutlich den gesamten Bankensektor revolutionieren wird. Denn die UBS baut ihre Investmentsparte radikal ab! Eine umfassende Trendwende ist für die UBS auch dringend nötig, denn es gibt Hinweise von Rettet den Regenwald, dass die UBS Gelder der Tropenholzmafia gewaschen hat, weswegen am 29.08.2012 gegen die UBS ein Strafverfahren von der Schweizer Bundesanwaltschaft eröffnet worden ist.

Diese Nachricht vom Abbau des Investmentbankings bei der UBS gibt Hoffnung. Wir können den positiven Trend im eigenen Land unterstützen, wenn wir die Gelegenheit nutzen, um uns der Tatsache bewusst zu werden, in wie vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Banken unvermeidbar zu sein scheinen. Die folgenden Fragen suchen nach Antworten:

  • Was ist ist so schlimm am Bargeld, dass wir gehorsam dem Diktat folgen, selbst im Supermarkt und an der Tankstelle bargeldlos zahlen zu müssen?
  • Sind Sie sich dessen bewusst, was dabei verloren geht, wenn wir beim Zahlen mit der Karte den Menschen hinter dem Kartenlesegerät gar nicht mehr wahrnehmen?

Es lohnt sich daher, die folgenden Punkte zumindest zu überdenken:

  • Brauchen Sie wirklich eine Kreditkarte? Oder könnten Sie den Umfang Ihrer Bankgeschäfte reduzieren?
  • Geld ist ein haptisches Erlebnis. Ein gefüllter Geldbeutel bereitet Ihnen ein gutes Gefühl. Beim Bezahlen zählen Sie jeden Geldschein genüsslich und daher einzeln auf den Tisch. Ihr Gegenüber wird sich für die Bezahlung bedanken. Und ebenso werden Sie sich bei der Gelegenheit für die zuvor erhaltene Leistung bedanken. Seien Sie ehrlich: Haben Sie beim Bezahlen mit der Karte schon jemals ein Danke gesagt oder gehört?
  • Lassen Sie Ihre Kröten wandern. Attac weist uns auf die Möglichkeit zur Anlage unseres Geldes bei ethisch handelnden Banken hin. Es gibt Alternativen. Nur durch den Wechsel der Bank können wir die Finanzierung von Atom- und Rüstungsindustrie mit unserem Geld verhindern. Über die Dimension des Waffenhandels informiert der Autor Andrew Feinstein in seinem Buch Waffenhandel.
  • Marken leben von der Unterscheidbarkeit. Diese gewinnt man durch eine entsprechende Positionierung. Gerade die lokalen Firmen können das Bezahlen nutzen, um sich gegenüber den Mitbewerbern aus dem Internet eindeutig unterscheidbar aufzustellen, wenn Sie die Kunden dazu einladen, bankenlos anstelle bargeldlos zu zahlen!

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Wie kann man den globalen Poker verhindern?

Mit Regionalgeld kann man nicht global spekulieren

Aber wie kann über das bankenlose Zahlen hinaus eine nachhaltig positive Änderung eingeleitet werden? Die bekannte deutsche Geldexpertin Prof. Dr. Margrit Kennedy zeigt in ihrem Buch Occupy Money (2011) verschiedene Möglichkeiten auf. Sie schreibt von bereits erprobten Geldentwürfen wie zum Beispiel dem Regionalgeld, das der Förderung und Stabilisierung der regionalen Wirtschaft dient, und sie unterbreitet Vorschläge für neue Geldentwürfe (PDF). Auch in Deutschland gibt es bereits eine ganze Reihe kreativer Initiativen zur Organisation einer Komplementärwährung, wie z.B. in Bayern

Als Lösung zur Rechtslage für das Regiogeld findet man bei Wikipedia den Vorschlag zur Gründung eines entsprechenden Vereins, der nämlich die Ausgabe des Regiogeldes auf eine privatrechtliche Basis stellt. Falls Sie übrigens nur wenig Zeit zum Lesen haben, finden Sie Vorträge von Margrit Kennedy bei www.auditorium-netzwerk.de sowie kostenlos bei YouTube.

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Brauchen wir Alternativen? Haben wir Alternativen?

Alternativen dringend erwünscht!

Eindringlich wirbt der Autor Uli Burchardt in seinem Buch mit dem Titel Ausgegeizt (Campus-Verlag, 24,99 Euro) dafür, Alternativen zu schaffen, die genau genommen längst alternativlos sind. Vor allem im Bereich der Lebensmittel erzeugen die Discounter von unserem Geiz motiviert ein Katastrophen-Szenario. Denn die Billig-Produktion kann nicht mehr die für gesunde Lebensmittel nötige Qualität garantieren. Uli Burchardt nennt zahlreiche positive Beispiele aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft. Seine Vergleiche mit der Waldwirtschaft stimmen den Leser harmonisch auf ein Umdenken zu Gunsten längerfristiger Denk- und Handlungs-Zyklen ein. Die Vita des Autors verrät Sachverstand, wenn er sich glaubwürdig zum Thema Nachhaltigkeit äußert: 7 Jahre Förster, 7 Jahre Manufactum, 7 Jahre Berater. Hier ein kurzes Interview mit dem Autor:

Doch wie praxistauglich ist Nachhaltigkeit eigentlich im Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise? In meinem neuen Buchtipp Der größte Raubzug der Geschichte (30. Mai 2012) beantworten die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich uns alle betreffende Fragen wie z.B.

  • Tragen tatsächlich nur die Banken die Schuld an der aktuellen Misere oder müssen auch die politischen Entscheider zur Verantwortung gezogen werden?
  • Warum steht das größte Finanz-Casino der Welt in Deutschland, und kaum jemand weiß darüber Bescheid?
  • Sind Lebens-, Rentenversicherungen, Bausparverträge und Staatsanleihen noch zeitgemäße Investments?
  • Dienen Finanzprodukte dem Kunden oder nur der Finanzindustrie?
  • Was bedeutet es, wenn ein Staat Bankrott geht?
  • Wer profitiert eigentlich von den Schulden unseres Staates?
  • Kann ewiges Wachstum überhaupt funktionieren?

Ich wette mit Ihnen, dass Sie Ihren bisherigen Sparplan ernsthaft überdenken werden, lange bevor Sie dieses Buch ausgelesen haben!

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Bleibt das Individuum auf der Strecke?

Lebensweltgestalter oder Depression

Wir Menschen sind Gefühlswesen. Sicherheit, Vertrauen und Harmonie empfinden wir daher als unverzichtbare Basiswerte. Dafür braucht es verlässliche Regeln im zwischenmenschlichen Miteinander. Diese sind im großen Stil verloren gegangen. Unserem Bauchgefühl folgend bevorzugen wir intuitiv die Regionalität gegenüber der Globalisierung. Die Internationalisierung der Wirtschaft ohne ein politisches Gegengewicht bedroht die Menschlichkeit. Was nutzt uns der relativ hohe Wohlstand, wenn die Wirtschaft und somit unsere finanzielle Grundlage gerade mit Volldampf gegen die Wand fährt? Eine Welt, in der nichts mehr vorhersehbar ist, macht die Menschen krank. Auf die Industrienationen rollt bereits eine gigantische Welle der unsere Stimmung erdrückenden Depressionen zu. Das ist der Preis für das Verdrängen der schlechten Gefühle, die uns eine Geschäftswelt bereitet, in der Regeln zur Normalität geworden sind, die wir nicht als Grundlage für einen zwischenmenschlich korrekten Umgang akzeptieren können. Schlechte Gefühle erhöhen unsere innere Anspannung. Stress reduziert den Menschen auf die 3 Handlungsalternativen

  1. Angriff
  2. Flucht
  3. Erstarren

Eine Welt-Flucht ist nicht möglich. Erstarren konkret als ein Aushalten von Zuständen wirkt sich beim Menschen krank machend aus. Gerne würden wir den Psychotherapeuten das auf viele Jahrzehnte als sicher vorweggenommene Geschäft mit der Depression verderben, indem wir unsere Lebenswelt entsprechend verändern. Daher suchen wir nach Gelegenheiten, wie wir aktiv handelnd auf das System Einfluss nehmen können. Folglich greifen wir herzlich gerne zu, wenn uns Alternativen angeboten werden. Mit anderen Worten:

Es bleibt also nur der Angriff! Denn wir brauchen keine Versicherungen, die die Kosten in dem nicht mehr nur möglichen sondern mittlerweile höchst wahrscheinlichen Krankheitsfall bezahlen. Wesentlich effektiver gehen wir mit der uns zur Verfügung stehenden Lebensenergie um, wenn wir stattdessen aktive Gestalter unserer Lebenswelt werden! Aus diesem Grund warten wir im nächsten Schritt unserer Entwicklung als Lebensweltgestalter nicht mehr ab, bis uns Alternativen angeboten werden, sondern wir entwickeln selbst Alternativen.

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Was denken eigentlich Banker? Und was können wir daraus lernen?

Das Himbeerreich

Nun sind wir im Jahr 2013 und die Banken sind nicht mehr das zentrale Thema. Die Frage stellt sich, ob das Thema überhaupt noch jemanden bewegt. Auf diese Frage gibt es eine äußerst interessante Antwort:

Der Theater-, Dokumentar-, Spielfilmregisseur und Autor Andres Veiel schrieb ein spannendes Theaterstück mit dem Titel Das Himbeerreich, das von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt worden ist. Dieses Theaterstück entstand aus Interviews mit 26 ehemaligen Entscheidern der Bankenwelt zu den Hintergründen der Finanzkrise. Das liest sich wie Zündstoff! Und genau so wird das von dem als kritisch bekannten Regisseur bearbeitete Thema auch von der Kulturwelt aufgenommen. Denn die Termine in

sind alle bereits ausverkauft. Die Menschen interessieren sich für die Ursachen und sind offensichtlich mehr daran interessiert, aus den Einsichten zu lernen, als es die Vertreter der Finanzwelt. Hier ein Video vom Schauspiel Stuttgart:

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